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Ort: Online / in Präsenz
EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE – Was ist das?
Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt. Dadurch zeigen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.
Wie kann ich mitmachen?
Jede Kommune in Deutschland kann mitmachen – ganz gleich welcher Größe. Entscheidend bei der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE ist nur, sich für nachhaltige Mobilität einsetzen zu wollen. Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Registrierung. In diesem Jahr können sich auch Unternehmen und Organisationen aus Deutschland für die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE registrieren und so zeigen, wie sie sich für nachhaltige Mobilität engagieren.
Ort: Lüneburg |
Freuen Sie sich auf spannende Vorträge zu inspirierenden Praxisbeispiele aus verschiedenen Kommunen, unter anderem zu den Themen attraktiven Straßenraum- und Parkgestaltung für Kinder und ältere Menschen, die Installation und Betreibung von Trinkwasserbrunnen, sowie die Durchführung von Workshops zum Thema Barrierefreiheit. Darüber hinaus beleuchten wir die Frage, wie Landkreise ihre Städte und Gemeinden bei der Förderung des Fußverkehrs wirkungsvoll unterstützen können. Außerdem wird der Frage nachgegangen, warum man auch beim Fußverkehr in Netzen denken sollte und was dies für die kommunale Planung bedeutet und Sie erfahren mehr zu den neuen Richtlinien für Fußgängerüberwegen. Zudem gibt die Stadt Lüneburg Einblicke in ihre Erfahrungen und Strategien unter dem Aspekt "Historische Stadträume im Klimawandel – Aufenthaltsqualität und Zugänglichkeit in Lüneburg".
Neben den Fachvorträgen erwarten Sie abwechslungsreiche Exkursionen, die die unterschiedlichen Facetten der Fußverkehrsförderung in Lüneburg erlebbar machen. Die Exkursionen greifen Themen wie die Rolle des Fußverkehrs bei der resilienten und attraktiven Innenstadtentwicklung sowie die Gestaltung barrierefreier Wegeketten für alle Menschen und die Zugänglichkeit einer historischen Innenstadt auf. Dabei sind auf die Aspekte Fußverkehr im Spannungsfeld mit konkurrierenden Nutzungsansprüchen im öffentlichen Raum sowie Tourismus und Aufenthaltsqualität von großer Bedeutung. Außerdem können Sie eine Schulstraße in Lüneburg besichtigen und mehr über das dortige Pilotprojekt erfahren.
Ort: Online |
Die FUSSverkehrs-Akademie ist ein Fortbildungsangebot zu verschiedenen Themen im Bereich Fußverkehr, in erster Linie gerichtet an FUSS e.V.-Mitglieder. Jeden ersten Donnerstag im Monat findet ein Online-Seminar statt, in dem eine Expertin oder ein Experte über ein fußverkehrsrelevantes Thema referiert. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion.
Das Thema dieses Online-Seminars lautet: Fahrrad und E-Scooter auf Gehwegen – fahrend und stehend.
Ort: Berlin |
Quartiersgaragen bieten Kommunen die Chance, den ruhenden Verkehr aus Wohnquartieren zu verlagern und damit mehr Raum zu schaffen für andere Nutzungen, wie Aufenthalt, Grünflächen und alternative Mobilitätsangebote. Doch der Weg zur erfolgreichen Umsetzung ist komplex: Wie lassen sich Stellplatzschlüssel anpassen? Welche Auswirkungen hat dies auf Bauvorhaben und Immobilienentwicklung? Welche Betreiberkonzepte haben sich bewährt, und welche ökologischen Vorteile können realisiert werden? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten? Das Seminar vermittelt praxisnah wichtige Grundlagen, stellt erfolgreiche Beispiele auch im Rahmen einer Exkursion vor Ort vor und bietet Raum für den Austausch mit anderen kommunalen Akteur:innen. Ziel ist es, kommunale Verwaltungsmitarbeitende in die Lage zu versetzen, Quartiersgaragen als Baustein nachhaltiger Stadtentwicklung kompetent zu begleiten und voranzubringen. Zudem lernen die Teilnehmenden einzuschätzen, unter welchen Rahmenbedingungen die Entwicklung solcher Projekte sinnvoll und erfolgversprechend ist.
Ort: Online |
Mehr als jeder zehnte Weg wird in Wien inzwischen mit dem Fahrrad zurückgelegt. Zurückzuführen ist dies auch auf die seit 2021 jährlich stattfindende "Radwegoffensive", die Maßnahmen von Verkehrsberuhigung bis zur Entflechtung von Fuß- und Radverkehr beinhaltet. So besteht heute ein über 1.800 km langes Netz, das dennoch weiterhin vereinzelt Lücken aufweist. Um trotz einer veränderten Haushaltslage handlungsfähig zu bleiben und das Radnetz auszubauen, liegt der Fokus in diesem Jahr auf kostengünstigeren Maßnahmen sowie gezielten Leuchtturmprojekten, um zum Lückenschluss im Hauptradverkehrsnetz beizutragen.
Im Diskurs am Dienstag berichten dazu Thomas Berger von der Magistratsabteilung 18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung) sowie Julius Holländer von der Mobilitätsagentur Wien. Dafür stellen sie bisherige Erfolge vor und geben Einblicke in jüngste Planungen und Pilotprojekte, die das Wiener Radnetz weiter stärken sollen.
Ort: Online |
Am 27.07.2026 steht die Antragstellung für den Förderschwerpunkt Klimafreundliche Mobilität im Fokus. Die Online-Sprechstunden richten sich vor allem an Einsteiger und Einsteigerinnen, die erstmalig einen Antrag auf Förderung über die Kommunalrichtlinie stellen oder ihr Wissen auffrischen möchten.
Das erwartet Sie
- Förderinfos: Kurzer Überblick zum Förderbaustein Klimafreundliche Mobilität
- Tools und Formulare: Vorstellung der Berechnungsformulare und der Vorhabenbeschreibungen
- Fragerunde und Praxistipps: Eine Fragerunde, in der Sie offene Punkte klären und sich Praxistipps von den Experten und Expertinnen holen können
Ort: Online |
Viele Kleinstädte und ländliche Kommunen stehen vor derselben Herausforderung: Wie kann Mobilität verlässlich organisiert werden, wenn klassische Buslinien aufgrund geringer Siedlungsdichte wirtschaftlich kaum tragfähig sind?
Im Rahmen ihrer Smart-City-Strategie hat die Stadt Zwönitz ein vollelektrisches, barrierefreies On-Demand-Angebot entwickelt, das seit Januar 2022 im Regelbetrieb unterwegs ist und bereits über 100.000 Kilometer zurückgelegt hat. Das ERZmobil verbindet die Ortsteile flexibel mit der Kernstadt und ergänzt den bestehenden ÖPNV dort, wo feste Linien an Grenzen stoßen. Der Kleinbus fährt nur bei Bedarf und ohne festen Linienplan. Bürgerinnen und Bürger können Fahrten per App oder telefonisch buchen. Ziel ist es, möglichst vielen Einwohnern einen wohnortnahen Zugang zum öffentlichen Verkehr zu ermöglichen und Mobilität komfortabler, nachhaltiger und inklusiver zu gestalten.
Besonders relevant für andere Kleinstädte: Das Projekt zeigt, wie digitale Lösungen kommunal gesteuert, barrierefrei umgesetzt und in bestehende Verkehrsstrukturen integriert werden können. Die zugrunde liegende Anwendung wurde als Open-Source-Lösung entwickelt. Dadurch entstehen Nachnutzungs- und Anpassungspotenziale für andere Kommunen, die ähnliche Mobilitätsherausforderungen bewältigen möchten. So geht es nicht nur um Mobilität, sondern auch um digitale Souveränität, kommunale Innovationsfähigkeit und die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume!
Im Web-Talk werden unter anderem folgende Aspekte betrachtet:
- Ausgangslage, Mobilitätsherausforderungen und Gesamtstrategie in Zwönitz
- Konzept, Funktionsweise und technische Umsetzung des ERZmobil
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
- Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb und Akzeptanz
- Strategien zur Verstetigung: Finanzierung, Betreibermodelle und Wirtschaftlichkeit
Ort: Nürnberg |
Die DASL Jahrestagungsreihe 2025-2027 widmet sich dem Thema "Paradigmenwechsel für transformative Planung". In Zeiten der menschengemachten Klimakrise, zunehmender sozialer Spaltung und geopolitischer Konflikte muss sich unsere Planungsweise ändern.
Räumliche und soziale Mobilität galten viele Jahrzehnte als Voraussetzung für Fortschritt, Wohlstand und gesellschaftliche Teilhabe. Individuelle Mobilität als Statussymbol – das Motorrad, das neue Auto, der Zweitwagen, heute der Campingbus, die Fernreise, das Flugzeug, die Kreuzfahrt - war und ist immer noch sichtbarer und messbarer Indikator für sozialen Auf- und Abstieg.
Räumliche Beweglichkeit ist ein Kernelement von Infrastrukturpolitik. Sie ist aber immer auch eine soziale Aufgabe im Hinblick auf Chancengleichheit für diejenigen, die sich die sichtbaren Attribute individueller Mobilität nicht leisten können oder nicht leisten wollen.
Ort: Online |
Um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, setzen Bund, Länder und Kommunen neben dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zunehmend auf die Förderung des Radverkehrs. Dabei gilt eine sichere und attraktive Fahrradinfrastruktur als wichtiger Baustein, um mehr Menschen für das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag zu gewinnen. Die Umgestaltung des Straßenraums führt jedoch häufig zu Nutzungskonflikten – insbesondere in dicht besiedelten Städten und Gemeinden, wo unterschiedliche Verkehrsarten um begrenzte Flächen konkurrieren.
In unserer Diskussionsrunde sprechen Expertinnen und Experten aus Kommunen, Planung und Forschung über die Herausforderungen und Lösungsansätze einer ausgewogenen Verkehrsplanung:
- Wie können die Bedürfnisse von Auto-, Rad- und Fußverkehr gleichermaßen berücksichtigt werden?
- Wie gelingt es Kommunen, Akzeptanz für die Neuverteilung des Straßenraums zu schaffen?
- Welche Rolle spielen Beteiligungsverfahren bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen?
- Wie können Verwaltung und Politik mit Widerständen und kontroversen Debatten umgehen?
Moderation: Scarlett Fels, Redaktion, Behörden Spiegel
- Arne Blase, Bereichskoordinator für Fachplanung und Mitglieder, AGFS NRW
- Wolfgang Siefert, Stadtrat, Dezernent für Mobilität der Stadt Frankfurt am Main
- Levke Sönksen, M.Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin, Deutsches Institut für Urbanistik (difu)
- Lejla Tumbul*, Radverkehrsbeauftragte, Technische Betriebe Velbert (TBV)
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier
Ort: Berlin |
Für wirksames kommunales Handeln
Mit der Impact Kommunen Konferenz bringen wir 150 engagierte Akteur*innen aus Verwaltung und Politik sowie Unterstützer*innen der Staatsmodernisierung in Berlin zusammen. Unser Ziel: wirksames kommunales Handeln weiterentwickeln.
Kommunen in Deutschland stehen unter Druck: Große Gestaltungsaufgaben treffen auf eine angespannte Haushaltslage. Doch gerade jetzt gilt: Staatliches Handeln muss vor Ort überzeugen, um das Vertrauen in die Demokratie zu stärken.
Wir sind überzeugt: Wirkungsorientierte Steuerung hilft Kommunen dabei, ihre Aufgaben auch unter schwierigen Bedingungen besser und erfolgreicher zu erfüllen. Der Fokus auf Wirkung ist ein essenzieller Bestandteil für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung. Damit dies gelingt, muss sich nicht allein die Verwaltung verändern. Wir brauchen auch ein neues Miteinander von Verwaltung, Politik und Bürger*innen. Jetzt sind Bund und Länder gefragt, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen und Räume für mutige Experimente zu öffnen.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden der Konferenz entwickeln wir praktische Ansätze und konkrete Umsetzungsideen für wirkungsorientierte Steuerung in Kommunen. Diese Ergebnisse sind wichtige Impulse für das Impact Kommunen Programm und finden so konkret vor Ort Anwendung.
Ort: Online |
Im ersten Beitrag mit dem Titel „Multimodal unterwegs: Der Mobilitätspunkte-Leitfaden für München und den MVV-Raum“ präsentieren Maximilian Mayer und Mona Dürner zentrale Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zur Planung und Umsetzung von Mobilitätspunkten. Dabei werden zunächst die Grundkonzepte erläutert: Was genau ein Mobilitätspunkt ist, welche Kriterien bei der Standortwahl entscheidend sind und wie die Umsetzung in der Praxis erfolgt. Im Anschluss geben die Vortragenden einen Überblick über den aktuellen Stand bisheriger Umsetzungen in der Stadt München sowie im weiteren MVV-Raum. Auf Basis dieser Erfahrungen werden schließlich Empfehlungen und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Integration von Mobilitätspunkten abgeleitet.
Im zweiten Beitrag mit dem Titel „Verbinden, was schon fährt – Gestaltung und Planung zusammendenken und Mobilität systemisch verknüpfen“ werden zentrale Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt InterMoDe vorgestellt. Im Fokus steht die Perspektive der Nutzenden und die Frage, wie Mobilitätssysteme so gestaltet werden können, dass Umstiege intuitiv, zugänglich und attraktiv sind. Gestaltung wird dabei als vermittelnde Disziplin zwischen Planung, Angebot und Nutzung verstanden, die Verbindungen im Bestand schafft und ein intermodales Mobilitätssystem fördert. Ergänzend werden Einblicke in die Publikation „Mobility Design Band III: Transfer“ gegeben, unter anderem in die im Projekt entwickelte intermodale Umgebungskarte sowie in Gestaltungsprinzipien und praxisorientierte Ansätze.
Im Anschluss an die Vorträge lädt die Begleitforschung zum offenen Austausch zum Thema Mobilitätsstationen ein.
Ort: Online |
Wenn Städte den Straßenraum zugunsten von Fuß- und Radverkehr neu aufteilen, können Zielkonflikte mit Rettungsdiensten entstehen. Befürchtet wird, dass bspw. geschützte Radstreifen oder Modalfilter Hilfsfristen gefährden. Dies birgt Konfliktpotenzial und erfordert Dialog zwischen verschiedenen Akteur*innen. Zugleich zeigen nationale und internationale Beispiele, dass sich Infrastrukturmaßnahmen und Anforderungen der Rettungsdienste gemeinsam denken lassen: Breite Radwege können von Einsatzfahrzeugen genutzt werden, gut platzierte Poller den Verkehr reduzieren und so die Zugänglichkeit für Rettungsdienste verbessern - erste internationale Erfahrungen deuten sogar auf positive Effekte für Reaktionszeiten der Rettungsdienste hin.
Im Diskurs am Dienstag wird Jan-Steffen Hoffmann, Verkehrskoordinator bei der Branddirektion Frankfurt am Main, Anforderungen von Rettungsdiensten beschreiben und aufzeigen, wo Synergien zwischen dem Ausbau des Radverkehrsnetzes und den Anforderungen von Rettungsdiensten bestehen und wie diese genutzt werden können.
Ort: Online |
Der Radverkehr ist ein zentraler Baustein nachhaltiger Mobilität und stellt Kommunen vor wachsende planerische, rechtliche und strategische Anforderungen. Dieses Seminar vermittelt fundiertes Fachwissen zur zeitgemäßen Radverkehrsplanung und unterstützt Fachleute dabei, Radverkehr als integrierten Bestandteil einer zukunftsfähigen Mobilitätsplanung erfolgreich umzusetzen.
Im Seminar erhalten die Teilnehmenden einen systematischen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, maßgeblichen Planungsgrundsätze und einschlägigen Regelwerke der Radverkehrsplanung – insb. werden die Änderungen rund um die neue ERA und RAST, die 2026 erscheinen sollen – aufgegriffen. Besonderes Augenmerk liegt darauf, die Logik und Anwendung dieser Regelwerke zu verstehen und sicher in der Praxis anzuwenden.
Darüber hinaus wird Radverkehrsplanung als strategische Aufgabe betrachtet und erläutert: von der Zieldefinition über konzeptionelle Ansätze bis hin zur konkreten Umsetzung. Anhand aktueller Beispiele und gelungener Projekte werden verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten einer zukunftsfähigen Radverkehrsinfrastruktur aufgezeigt und diskutiert.
Zu Beginn der Veranstaltung wird Andrea Bergmann aus dem Wirtschaftsministerium die Richtlinie für klimaschonende und umweltfreundlichere Fahrzeuge sowie nachhaltige Mobilitätsangebote vorstellen.
Ort: Bielefeld |
Der 6. Deutsche Fußverkehrskongress geht am 29. und 30. September 2026 in Bielefeld in die nächste Runde und stellt die konkrete Umsetzung in den Mittelpunkt. Nach Jahren des Planens und Diskutierens geht es jetzt darum, konkret zu handeln: Straßen, Plätze und Wege zu verändern, Barrieren abzubauen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und damit mehr Menschen in Bewegung zu bringen.
Wir suchen Ihre Beispiele aus der Praxis
Wie fördern Sie den Fußverkehr in Ihrer Kommune? Welche Projekte haben Sie umgesetzt oder durch die Unterstützung von Kommunen mit auf den Weg gebracht? Wie haben Sie Beteiligung, Planung, Gestaltung, Umsetzung und Kommunikation zusammengebracht? Welche konkreten Maßnahmen führten zu Fußwegen, die noch komfortabler und sicherer zu benutzen sind?
Der Fußverkehrskongress 2026 bietet die Bühne für die besten, inspirierendsten und übertragbarsten Praxisbeispiele aus Städten, Gemeinden und Kreisen in ganz Deutschland – egal ob groß oder klein, urban oder ländlich. Gesucht werden Beiträge, die zeigen, wie Fußverkehr attraktiv gestaltet werden kann.
Themenfelder
- Straßenraumgestaltung und Aufenthaltsqualität – neue Wege, Plätze und Querungen
- Sicherheit und Prävention – weniger Unfälle, mehr Rücksicht
- Barrierefreiheit und Inklusion – Mobilität für alle
- Schulweggestaltung und Mobilitätsbildung – sicher zu Fuß zur Schule
- Evaluation und Wirkung – wie Erfolge sichtbar werden
- Fußwegenetze und Knotenpunkte – Planung und Priorisierung
- Gesundheit und Bewegung – Fußverkehr als Gesundheitsförderung
- Klimaanpassung und Grün im Straßenraum – wie der Fußverkehr profitiert
- Kommunikation und Beteiligung – Menschen zum Gehen motivieren
- Politische und rechtliche Vorgaben sowie Governance – gute Rahmenbedingungen schaffen
- Mobilitätsmanagement und Verwaltungsstrukturen – mit gutem Beispiel voran
Auch interdisziplinäre Ansätze mit Praxisbezug sind willkommen.
Ort: Online |
Ob gefüllte Regale beim Einkaufen, das Paket mit der bestellten Sendung oder Materialien, mit denen Handwerksbetriebe ihre Arbeit verrichten: Wir alle verlassen uns auf zuverlässig funktionierende Lieferketten, vom internationalen Handel bis zur eigenen Haustür. Prognosen deuten auf ein weiteres rasantes Wachstum des Wirtschaftsverkehrs um 30 Prozent in den nächsten 15 Jahren hin. Eine echte Herausforderung: Denn der Warenverkehr in Städten und Gemeinden beansprucht immer mehr Raum für Stell- und Ladeflächen, der Verkehrsfluss leidet und Lärm und Emissionen steigen. Gleichzeitig sinkt die Aufenthaltsqualität, auch Fuß- und Radverkehr haben mit den Auswirkungen zu kämpfen. Mit welchen Ansätzen können Kommunen dieses Dilemma im Sinne einer nachhaltige Mobilitätsplanung angehen?
Einen Überblick über die steigenden Anforderungen gibt Josephine Nehring vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Um Lösungsmöglichkeiten geht es im Difu-Projekt WiNa, das mit Partner-Kommunen Handlungsspielräume für eine nachhaltige Ausrichtung urbaner Logistik auslotet. Ein Beispiel für solche Maßnahmen ist das 2024 eingeführte Verkehrszeichen „Ladebereich“, das Flächen zum Be- und Entladen für Lieferfahrzeuge ausweist, ohne dass diese den fließenden Verkehr aufhalten. Auch anbieteroffene Paketstationen sind eine Option: Sie entlasten durch eine Verringerung von Einzelzustellungen den Straßenraum.
Wie diese und weitere Optimierungen in der Praxis aussehen können, zeigt uns Carina Heinz vom Difu zusammen mit Karsten Hülsemann von der Strategischen Verkehrsplanung in Bremen. Im Rahmen einer Studie ging es in Bremen um die Verringerung der Wirtschaftsverkehr-Belastungen in verschiedenen Stadtlagen, in der Innenstadt, in innenstadtnahen Wohn- und Mischgebieten sowie in Neubaugebieten. Ein modularer Maßnahmenplan und ein praxisorientierter Instrumentenkasten zeigen nun Handlungsoptionen vor Ort. Zugleich geht es um eine generelle Übertragbarkeit auf andere Kommunen sowie mögliche Auswirkungen auf Landes- und Bundesebene.
Ort:Online |
Auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität kommt dem Umbau bestehender Quartiere eine zentrale Bedeutung zu. Eine klimafreundliche städtebauliche Entwicklung auf Quartiersebene leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung kommunaler Klimaschutzziele. Klar ist: Klimafreundliche Quartiersentwicklung kann nur mit ganzheitlichen Lösungsansätzen gelingen. Neben einer klimaneutralen und resilienten Energieversorgung spielen zum Beispiel die energetische Sanierung des Gebäudebestands sowie eine klimagerechte und zukunftsfähige Mobilität eine entscheidende Rolle.
Die Anforderungen an den Bestandsumbau sind dabei vielfältig und komplex. Technische, planerische und organisatorische Fragestellungen müssen integriert betrachtet und aufeinander abgestimmt werden, um langfristig wirksame und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Die Entwicklung klimafreundlicher Quartiere stellt Kommunen, Wohnungswirtschaft und Planungspraxis somit vor große Herausforderungen. Im Webseminar werden gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt, unterschiedliche Lösungsansätze diskutiert sowie Chancen, Herausforderungen und Grenzen der Übertragbarkeit auf andere Quartiere beleuchtet.
Ort: Frankfurt am Main |
Unser Seminar widmet sich an zwei Tagen intensiv und praxisnah zentralen Aspekten der kommunalen Strategien und Handlungsmöglichkeiten zum Fahrradparken. Die Teilnehmenden können ihr bestehendes Fachwissen vertiefen und aktuelle Entwicklungen reflektieren. Expertinnen und Experten aus Planung, Verwaltung und Regelwerksarbeit ergänzen das Seminar durch fachliche Impulse und verbinden praxisorientierte Ansätze mit fundierter Theorie. Auf diese Weise profitieren Sie im Vertiefungsseminar von wertvollen Erkenntnissen und Anregungen für Ihre berufliche Praxis.
Worum geht es?
Flächendeckende und gut gestaltete Radabstellanlagen sind eine zentrale Voraussetzung für den Alltagsradverkehr. Mit dem zunehmenden Anteil von E‑Bikes und Lastenrädern steigen die Anforderungen an Abstellplätze deutlich: Größere Platzbedarfe, Wetterschutz sowie wirksamer Vandalismus- und Diebstahlschutz gewinnen an Bedeutung und stellen viele Kommunen vor neue Herausforderungen.
Das Seminar vermittelt praxisnah, wie zugangsgeschützte Radabstellanlagen in Klein-, Mittel- und Großstädten geplant und umgesetzt werden können – auch in dicht bebauten oder historisch sensiblen Bereichen. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie auf aktuelle Entwicklungen reagieren und geeignete Lösungen für ihre Kommune entwickeln können.
Das erwartet Sie
- Verständliche Einführung in Gestaltung, Qualitätsanforderungen und Betrieb moderner Fahrradparkanlagen – inklusive praxisnaher Beispiele aus Kommunen unterschiedlicher Größen.
- Digitale Exkursionen mit VR‑Einblicken in Fahrradparkhäuser sowie 360°‑Touren durch ausgewählte Projekte.
- Konkrete Hinweise zum erfolgreichen Management und Betrieb zugangsgeschützter Abstellanlagen und Fahrradparkhäuser.
- Lösungsansätze für stadtverträgliche Gestaltung in sensiblen Bereichen sowie Einblicke in Planung, Bau und Betrieb von Fahrradquartiersgaragen.
- Rechtliche Grundlagen, praxistaugliche Verwaltungsprozesse und wirkungsvolle Kommunikationsmaßnahmen rund um das Fahrradparken.
Ort: Münster |
Gemeinsam mit der ILS Research Dortmund diskutieren wir zentrale Erkenntnisse des Forschungsprojektes NaMoLi III – Nachhaltige Mobilität in Lincoln III, das sich am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt mit der Verstetigung und dem Transfer von innovativen Mobilitätskonzepten in Neubausiedlungen beschäftigt. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt wird in Kooperation von der Wissenschaftsstadt Darmstadt, HEAG mobilo, der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie der ILS Research durchgeführt.
Die Lincoln-Siedlung ist ein autoreduziertes Wohnquartier mit einem Mobilitätskonzept, welches Mobilitätsangebote und Regelungen vorsieht, die es den Bewohner*innen bestenfalls ermöglichen, ohne eigenes Auto zu leben. Zentrale Maßnahmen sind einerseits die Reduktion und Bepreisung der Pkw-Stellplätze sowie deren Entkopplung vom Wohnen. Andererseits wird die Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbunds durch eine attraktive Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur sowie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und verschiedene Sharing-Angebote unterstützt. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass der Pkw-Besitz und die Pkw-Nutzung nach dem Umzug in die Siedlung sinken, während die Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbunds zunimmt - ganz im Sinne der im Konzept definierten Ziele.
In der dritten Phase der Begleitforschung ging es vor allem um den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse und um Fragen der Übertragbarkeit auf andere räumliche Kontexte.
Worum geht 's in der Veranstaltung am 05. Mai 2026?
Dies ist die zweite von drei Transferveranstaltungen. Dabei betrachten wir unter der Überschrift „Handlungsempfehlungen zur Konzeption von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere“ folgende Aspekte:
- Entwicklungsprozess und Instrumente der autoreduzierten Quartiersentwicklung. Der Fokus liegt hier auf der Vorstellung eines Handlungsleitfadens, der im Rahmen von NaMoLi III am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt erarbeitet worden ist.
- Vorstellung des Praxisbeispiels "Wohnhöfe Am Müggenberg" in Arnsberg unter dem Motto „Wohnen und Leben am Müggenberg – Neue Mobilität mitgedacht!"
Für Wen?
Der Veranstaltung richtet sich an alle, die an der Entwicklung autoreduzierter Quartiere Interesse haben und insbesondere an Personen, die mit nachhaltiger Quartiersentwicklung und Mobilitätskonzepten befasst sind.
Ort: Online |
Hitzeperioden, Starkregen und Extremwetterereignisse belasten Straßen, Haltestellen und Verkehrsnetze – und sie belasten diejenigen, die per ÖPNV oder mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind. Wie lassen sich Verkehrssysteme widerständiger machen? Welche Maßnahmen zahlen auf eine nachhaltige kommunale Mobilitätsplanung ein, die auch die klimabedingten Belastungen berücksichtigt?
Ein Wort, das in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist „Resilienz“. Doch was bedeutet Resilienz für Kommunen und urbane Systeme? Welche Rolle spielt sie im Bereich Mobilität? Martina Hertel, Expertin für Mobilität beim Deutschen Institut für Urbanistik, schlägt einleitend den Bogen von der Begriffsbestimmung zu Umsetzungsmöglichkeiten im planerischen Kontext.
Starkregen und regelmäßige Überschwemmung von Straßenabschnitten bilden den Ausgangspunkt unseres Praxisbeispiels. Die Stadt Oldenburg und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben einen Weg gefunden, um Wasserschäden zu vermindern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen: Sonden im Kanal unter der Alexanderstraße senden bei rapide steigendem Wasserstand ein Signal, das an sieben Standorten dynamische Verkehrszeichen aktiviert. Julia Oberdörffer vom OOWV stellt vor, wie die neuen digitalen Schilder den Verkehr automatisch um den überfluteten Bereich herumleiten, und erklärt die parallel ablaufende Informationskette, welche Stadt, Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, ÖPNV und Kläranlage alarmiert.