Die Stadt Verden versorgt als Mittelzentrum ein großes ländliches Umland. Aufgrund des anhaltenden Strukturwandels der Innenstadt und der daraus resultierenden Geschäftsschließungen ist es erforderlich, durch innovative Konzepte und Maßnahmen neue Nutzungen zu akquirieren, um die Attraktivität der Innenstadt als Erlebnis- und Einkaufstandort und somit auch die Ankerfunktion für das Umland zu erhalten. Hierzu sucht die Stadt Verden immer wieder spannende Ideen und Konzepte, die das Potenzial besitzen, nachhaltig für Belebung zu sorgen. Die Bereitstellung einer Ladenfläche für die Schülerfirma „Campus AG“ der Oberschule Verdener Campus zur Förderung der Berufsorientierung ist ein spannender Ansatz.
Projektanlass und Projektbeschreibung
Das Projekt „Kreativlabore Nordenham-Brake“ möchte in der Wesermarsch dazu beitragen, insbesondere Schüler*innen und junge Erwachsene für Berufe aus dem MINT-Bereich zu begeistern. Zu den Kreativlaboren gehören der "Digitale Lernort Technik" im Innovationszentrum für Nachhaltigkeit und Produktionstechnologie in Nordenham, die Räumlichkeiten der Kreisvolkshochschule Wesermarsch sowie das Centraltheater Brake.
Das Projekt soll die Koordination des Bildungsmanagements sowie die Einrichtung von Experimentierräumen sicherstellen. Ferner möchte es die Ankerfunktion der Städte Nordenham und Brake als Mittelzentren für die ländlich geprägten Teilregionen der Wesermarsch mit ihren Akteursnetzwerken stärken sowie ihre Attraktivität mit innovativen Angeboten zu kreativen Lernlaboren fördern.
Ein wichtiges Ziel ist hierzu die bedarfsgerechte Steigerung des Wissens- und Bildungsniveaus, u. a. mit der Entwicklung von Konzepten zur dynamischen Anpassung des Bildungsangebots an die Bedarfe der ansässigen Unternehmen. Zudem spielt die Wissensvernetzung in der beruflichen Erst- und in der Weiterbildung eine zentrale Rolle. Es werden in den Kreativlaboren in Nordenham und Brake didaktisch zeitgemäße und bedarfs- und generationengerechte Lern- und Mitmach-Angebote entwickelt und angeboten. Diese werden regelmäßig überprüft, wobei die Wünsche aus dem Teilnehmerkreis für ihre stetige Weiterentwicklung berücksichtigt werden. Dazu wird mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen zusammengearbeitet.
Durch die Einrichtung einer interkommunalen Koordinierungsstelle wird die qualitative und bedarfsgerechte Weiterentwicklung bestehender Wissensvermittlungs- und Unterstützungsstrukturen sowie eine modellhafte Erprobung neuer technikorientierter und digitaler Bildungs- und Experimentierangebote sichergestellt. Das Projekt möchte dabei auch die in der Region vorhandenen technikorientierten Infrastrukturangebote deutlich sichtbarer machen, besser vernetzen und das vorhandene Potential optimiert und effizient in zeitgemäßen Bildungsformaten vermitteln. Insbesondere an junge Erwachsene gerichtet, werden außerdem die für die Orientierung in einer modernen Arbeitswelt notwendigen Selbstlernkompetenzen vermittelt.
Eine enge Zusammenarbeit der beiden Kommunen Nordenham und Brake und weiterer Kooperationspartner sowie die Einbindung in vorhandene überregionale Netzwerkstrukturen und von technikaffinen Einzelpersonen, soll eine nachhaltige und auch über den Projektzeitraum hinaus funktionierende Aktivierung des Engagements für die Wissensvermittlung in den dafür vorgesehenen Kreativlaboren gewährleisten. Den Stärken der Wesermarsch mit ihrer Technik- und Industriegeschichte wird hiermit ebenfalls Rechnung getragen.
Die Koordination der Kreativlabore erfolgt unter dem Motto "digitales Verstehen und analoges Begreifen", wobei modernste digitale Tools (u.a. VR-Brillen, LEGO Education Baukästen, kollaborierende Roboter -sog. Cobots-, 3D-Drucker und Drohnen) zum Einsatz kommen, ebenso wie auch klassische analoge Techniken und der Umgang mit ihnen. Ergänzend werden modernste digitale Filmtechnikgeräte und Soundanlagen sowie die Theatermanagementsoftware zur Demonstration von Bühnen- und Veranstaltungstechniken berücksichtigt.
Mit der „Koordinierungsstelle Kreativlabore Nordenham-Brake“ werden auch digitale Vermarktungsangebote aufgebaut, die zeitgemäß auch Social Media Tools integrieren und hierdurch vor allem auch ein jüngeres Publikum ansprechen. Parallel werden jedoch auch die analogen Formate zur Vermarktung beibehalten (Handzettel, Anzeigen in regionalen Zeitungen), die vor allem auch ein älteres Publikum ansprechen.
Ziel ist außerdem, einen engen Dialog der Bildungsakteure und Betreiber*innen der Kreativlabore mit den Nutzergruppen aufzubauen und hierüber ein an der digitalen Arbeitswelt orientiertes Didaktik-Konzept mit den Akteuren aus Bildung & Wirtschaft sowie Kultur gemeinsam zu entwickeln.
Ein übergeordnetes weiteres strategisches Ziel ist es, mit den Kreativlaboren einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Wesermarsch insgesamt zu leisten, sowie die Standortbindungen vor allem für junge Menschen in der ländlich strukturierten Region zu verbessern und ihre Aufenthaltsqualität attraktiver zu gestalten.
Projekt- und Kooperationspartner
- Stadt Nordenham, Amt für Wirtschaftsförderung, als Antragsteller und Projektträger
- Kreisvolkshochschule Wesermarsch GmbH als Kooperationspartner und Praxispartner sowie Management der Bildungsveranstaltungen (digital oder analog)
- Innovationszentrum für Nachhaltigkeit und Produktionstechnologie GmbH mit dem Digitalen Lernort Technik als Kooperationspartner und Praxispartner
- Centraltheater Brake eG als assoziierter Kooperationspartner und Praxispartner
- Stadt Brake
- Weitere Praxispartner aus dem Kreis der teilnehmenden Betriebe und Schulen in den Kommunen im Landkreis Wesermarsch
- Das AHOI MINT-Cluster NordWest am Schlauen Haus in Oldenburg als Drehscheibe für Wissenschaftskommunikation und Wissensvermittlung
- Die weiteren kommunalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen in der Region als Multiplikatoren
- Bildungsbüro Wesermarsch
- Kreismedienzentrum Wesermarsch
- Mittelstand-Digital Zentrum Bremen-Oldenburg
- Netzwerk Schule, Wirtschaft, Wissenschaft
Zusammengefasste Projektziele
- Steigerung der Attraktivität der Mittelzentren der Wesermarsch, vor allem für junge Menschen mittels interaktiver und innovativer Wissensvermittlungs- und Lernangebote in zeitgemäßen Formaten (analog und digital) im Kontext kreativer Lernumgebungen ("Kreativlabore")
- Stärkung der Bildungsregion Wesermarsch durch die regionale Vernetzung und Synergieeffekte über die Kreativlabore in den Mittelzentren Nordenham und Brake;
- Stärkung der Begeisterung für digitale Technik; „Kreativität und Intuitionsentwicklung“ in neuen Formen des Lehrens und Lernens mit Bezug zur digitalisierten Arbeitswelt im Kontext der digitalen Transformation;
- Förderung von Grundkompetenzen der Altersgruppe der Seniore*innen für ihren Alltag in der digitalen Welt;
- Wecken von Interesse, Neugierde insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen im Rahmen der niedrigschwelligen Wissensvermittlung und Orientierung hin auf die MINT-Berufsbilder, um damit langfristig Interesse für technische Berufe zu wecken;
- Mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle zur Koordination der Kreativlabore und zum Management der attraktiven und innovativen aber gleichwohl niedrigschwelligen Veranstaltungsformate werden die Anforderungen des digitalen Wandels mit zeitgemäßen Technik-Tools vermittelt;
- Die Vernetzung mit anderen Bildungs- und Wirtschaftsakteuren in der Region sichert von Beginn an eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit und Beachtung. Die Kreativlabore in Nordenham und Brake werden in der Region im Netzwerk positioniert, was jede einzelne Einrichtung für sich so nicht erreichen könnte;
- Dem übergeordneten Schnittstellenmanagement und der Verknüpfung / Vernetzung der Bereiche Wirtschaft, Kultur und Bildung kommt durch die Einrichtung der Koordinierungsstelle Kreativlabore Nordenham-Brake eine zentrale Bedeutung zu.
Das von der Stadt Nordenham, Amt für Wirtschaftsförderung, beantragte Projekt wird außerdem mit finanziellen Mitteln aus dem Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Wesermarsch unterstützt.
Die Stadt Lingen (Ems) hat in der Innenstadt das Willkommensbüro eingerichtet, um einen Ort für Neubürger*innen für Orientierung, Kontakte und Netzwerke zu schaffen (Zukunftsräume 5 AV), und möchte dieses Willkommensbüro nun als Anlaufstelle für alle Neubürger/innen, Heimkehrenden, Familien und Interessierte vor Ort weiterentwickeln. Der Fokus liegt nicht auf beruflicher Integration und Anwerben von Fachkräften, sondern darin, ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot, z. B. in Bezug auf Hobby und Gemeinschaft, zu bieten. Vorgesehen ist die Entwicklung einer Willkommens-App zur leichteren Vernetzung mit Verbänden, Vereinen und Ortsgemeinschaften, zur Durchführung von (digitalen) Veranstaltungen und Bereitstellung einer digitalen Willkommensbroschüre.
Skatepark für Skateboards, Inline-Skates und Scooter, Kids-Area und Aufenthaltsbereiche. Durch soziale und bauliche Barrierefreiheit und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vielfältige Nutzbarkeit. Vorgeschaltet Machbarkeitsstudie zur Identifizierung möglicher Standorte, Erarbeitung Feinkonzept im breiten Beteiligungsprozess. Umsetzung mit begleitendem Angebot der Kooperationspartner mit Workshops, Social-Media-Angeboten und einer Online-Plattform (nicht Bestandteil des Projektes)
Anhand des Projektes "Cloppenburg - blüht auf" soll die Cloppenburger Innenstadt grüner, klimaresilient und lebenswerter werden. Dazu sollen Umweltbewusstsein, sozialer Zusammenhalt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden.
Die Illumination von ausgewählten Gebäuden und Plätzen zielt darauf ab, deren Attraktivität zu steigern und damit vermehrt Menschen und Familien anzulocken.
Besonders zum Einbruch der Dunkelheit ziehen sich die Menschen aus den Ortszentren in Ganderkesee und Bookholzberg zurück. Dem wollen wir entgegenwirken, indem wir einen Anreiz schaffen, sich dort länger aufzuhalten. Die Beleuchtung trägt zur Attraktivitätssteigerung des ländlichen Raumes bei und fördert das Image der Ortszentren, was auch dem Tourismus zugute kommt. Die illuminierten Orte sind prädestiniert, um zu Treffpunkten zu avancieren wodurch Begegnungen und Austausch unterschiedlicher Menschen beflügelt.
Unter Beteiligung diverser Akteure wurde ein Lichtkonzept erarbeitet, welches auf die Belebung der öffentlichen Räume abzielt. Aus den Vorschlägen wurden diejenigen Maßnahmen ausgewählt, die am besten zu unseren Ortszentren passen und Funktion und Ästhetik gleichermaßen erfüllen.
Durch Nutzungsmaximierung leerstehender Flächen in der Innenstadt soll die Vielfalt und Attraktivität gesteigert werden. Mit einem für Nordhorn neuartigen Store-Konzept in der Innenstadt soll die Angebotsvielfalt und Diversität im innerstädtischen Bereich gestärkt und (Jung-) Unternehmern auf dem Sprung in die Selbständigkeit sowie weniger umsatzstarken Unternehmen ein Ort geben werden, an dem sie sich ausprobieren können. Hierfür mietet die städtische Wirtschaftsförderung temporär Ladenlokale in Innenstadtlage an, um hier zeitlich begrenzt Nutzungsmöglichkeiten anzubieten. In einem Co-Space sollen Einzelhändler, Handwerker und Kreative in bester Lage eine Fläche zur Verfügung gestellt bekommen, um dort ihre Geschäftsidee flexibel, unbürokratisch und ohne großen finanziellen Aufwand testen zu können.
Das Projekt "Erfolgsraum Innenstadt" soll Interessenten eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Erprobung neuer Geschäftsideen und Nutzungskonzepte für die Innenstadt bieten. Mit dem Erfolgsraum soll nicht nur das Gründungsgeschehen in der Innenstadt unterstützt werden. Es soll auch etwas für die Innenstadt bewegt werden, in dem leerstehende Immobilien belebt, gleichzeitig neue Geschäftsideen entwickelt und neue Anbieter für die Innenstadt gefunden werden. Durch die Steigerung von Attraktivität und Aufenthaltsqualität profitieren umliegender Handel und Gastronomie, Anwohner*innen sowie Immobilienbesitzerinnen und -besitzer. So können die realen Zentren auch weiterhin gegenüber den heute stark wachsenden digitalen Angeboten durch reale Begegnungen und Erlebnisse punkten.
Ein besonderer Fokus des Projektes soll auf der Erprobung und Evaluierung neuer Konzepte unter dem Aspekt der Nutzungsvielfalt und dauerhaften Einbindung aller Akteurinnen und Akteure liegen.
Für den "Erfolgsraum Innenstadt" soll ein größeres leerstehende Ladenlokal in der Innenstadt angemietet werden. So kann eine Zusammenführung von verschiedenen Akteuren zu einem Nutzungsmix erfolgen.
Durch bestehende Gründerwettbewerbe können neue Geschäftsideen als Ergänzung zu den bislang in der Innenstadt vertretenen gewerblichen Nutzungen angeboten werden. Die Geschäftsidee muss begeistern und einen Mehrwert für die Nordhorner Innenstadt bringen. Grundsätzlich kommt jede Branche und jeder Gewerbetreibende in Frage. Der "Erfolgsraum Innenstadt" eignet sich z.B. auch zur Standort-, Bedarfs- und Zielgruppen-Analyse von bewährten Geschäftsmodellen, Marken und Dienstleistungen.
Durch die angestrebten kurzen Mietzyklen wird ein stetiger Evaluierungsprozess ermöglicht mit entsprechenden Anpassungsmöglichkeiten bezüglich der Auswahl des Ladenlokals, Mietdauer sowie der Ausgestaltung der Nutzung, Das Angebot wird im Laufe des Jahres durch wechselnde Formate und Veranstaltungen – darunter auch Workshops – ergänzt und schafft so einen attraktiven Anlaufpunkt im Stadtzentrum.
Die Stadt Lingen (Ems) hat in der Innenstadt das Willkommensbüro eingerichtet, um einen Ort für Neubürger*innen für Orientierung, Kontakte und Netzwerke zu schaffen.
Mit dem Projekt wird seitens der kommunalen Initiatoren die Beförderung von Unternehmensgründungen und Sicherung von Unternehmensnachfolgen in der Deltaland Region angestrebt, die als ein ländlich geprägter, hochschulferner Wirtschaftsraum bisher durch ein wenig dynamisches Gründungsgeschehen gekennzeichnet ist.
Es gilt einerseits innerhalb der Region ein Gründungsökosystem aufzubauen, das einem effektiven Zusammenwirken von unterstützenden Akteuren und Institutionen bedarf. Andererseits zielt das Projekt darauf ab, die Standortattraktivität des Deltalands als Gründungsregion zu erhöhen und (über)regional sichtbar zu machen.
Im Detail ist beabsichtigt, Ansprechpartner vor Ort einzusetzen, Transparenz über vorhandene Unterstützungsangebote zu schaffen, Infrastrukturen und Räumlichkeiten, u. a. durch die Entwicklung neuer Coworking-Modelle, zur Verfügung zu stellen, sowie Anlässe für fachlichen Austausch und Vernetzung anzubieten.
Der Wissensort Wolfenbüttel (WOW!) ist ein Lern- und Bildungsort, der mit modernen Bildungskonzepten Wissen vermittelt. Hier erleben Besucherinnen und Besucher faszinierende interaktive Ausstellungen, inspirierende Vorträge und innovative Forschungsexponate. Der Wissensort ist ein Ort des Lernens, Entdeckens und Austauschs für Menschen jeden Alters und Hintergrunds.
Im WOW! erhalten Besucherinnen und Besucher Informationen über verschiedene Themen:
- #Weltretter: Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit und neue Mobilität
- #Ideenfinder: Digitalisierung, KI und neue Medien, innovative Fertigung und neue Arbeitswelten
- #Miteinandergestalten: Gesellschaftlicher Wandel und Gesundheit, Teilhabe und Kultur
Die Bibliothek der Gemeinde Weyhe hat sich mit einem neuen Betriebskonzept im Neubau Kulturscheune zu einem "Dritten Ort" entwickelt.
Erweiterung des bestehenden Angebotes zu einem medizinischen Hotspot im ländlichen Raum bzw. die multifunktionale Nachnutzung eines ehemaligen Krankenhauses.
Ob digitale Transformation, Klimawandel oder Energiewende: Für eine mündige und aktive Teilhabe und Mitgestaltung der Zukunft braucht es an Schulen neben den Kenntnissen im MINT-Bereich die 4K-Bildungskompetenzen Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken.
An der Ernst-Reuter-Schule in Pattensen (Kooperative Gesamtschule) entsteht in diesem Zusammenhang ein sogenannter MakerSpace. Dieser neu entstandene Ermöglichungsraum soll ein Lernraum sein, in dem ausprobiert und experimentiert werden kann, wo eigene Projekte durchgeführt werden können und wo ein Raum zur Verfügung steht, der vielfältiger ausgestattet ist als andere Räume in der Schule. Zudem soll der MakerSpace nicht nur der Schule zur Verfügung stehen, sondern auch langfristig für andere Akteure (z.B. umliegende Betriebe, Vereine, Hochschulen) geöffnet und ein Netzwerk geknüpft werden.
Bisher wurde ein Klassenraum im Werkbereich der Schule zu einem MakerSpace umgebaut. Zur neuen Einrichtung gehören z.B. neue Schränke, eine großformatige verschließbare Werkzeugwand und ein neuer Maschinenraum. Zusätzlich wurden mehrere 3D-Drucker, ein Lasercutter, programmierbare Roboter, Notebooks und eine digitale Tafel angeschafft. Zukünftig soll der MakerSpace noch mit VR-Brillen und einer CNC-Maschine ausgestattet werden.
Der neue MakerSpace wurde als neue Kreativwerkstatt schon vielfältig genutzt. Das explorative Lernen und das Ausprobieren verschiedenster technischer Möglichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt. Die Spannweite reicht dabei vom handwerklichen Arbeiten mit Holz und Metall bis zum Programmieren von Internetseiten.
Eine neue Robotik AG (Jahrgang 5 und 6) nutzt beispielsweise die Räumlichkeiten zum Erlernen des Programmierens. Neben dem Programmieren von Robotern wird auch das Erstellen von Internetseiten ausprobiert. Eine neue Schülerfirma nutzt die technische Ausstattung im handwerklichen Bereich zum Planen und Fertigen unterschiedlichster Holzprodukte.
In verschiedenen MINT-Kursen (Jahrgang 9 bis 11) wurde in Kleingruppen an selbstgefundenen Projekten gearbeitet. So wurde z.B. mit einem CAD-Programm ein Flaschenöffner mit einem integrierten Einkaufschiphalter konstruiert und anschließend mit einem 3D-Drucker hergestellt. Ein weiterer MINT-Kurs hat z.B. ein Ersatzteil für einen örtlichen Betrieb mit einem 3D-Drucker nachgebaut und CO2 Ampeln für unsere Schule gefertigt.
Eine gemeinsame Zusammenarbeit mit der Hochschule Hannover, örtlichen Vereinen (z.B. Amateurfunker-Verein-Pattensen, Modellbauflugklub-Pattensen) und örtlichen Betrieben (Tischlerei, Metalltechnikbetrieb) sind in Planung bzw. laufen bereits.
Ausgangslage:
In der Stadt Uslar mit gut ca. 14 Tsd Einwohnern gibt es Industriebetriebe, Handwerksbetriebe und Dienstleister. Auch die Hotellerie und Gastronomie ist aufgrund des touristischen Standortes gut vertreten. Eine Besonderheit in Uslar ist die hohe Dichte an Alten- und Pflegeheimen sowie an Seniorenresidenzen. Uslar wird als Auspendlerort charakterisiert mit einer alternden, zukünftig noch weiter schrumpfenden Bevölkerung. Der Einzelhandel in der Altstadt hat deutliche Probleme. Die Altstadt ist gezeichnet von Leerstand und einer geringen Kundenfrequenz.
Ziele:
Ziel des Projektes war die Entwicklung auf die Bedürfnisse und Belange der Arbeitnehmer und Arbeitgeber der Stadt und des Umlandes zugeschnittenen Coworking Spaces in den historischen Gebäuden der Privatbrauerei Bergbräu Uslar. Das Coworking Brauhaus- auch die ProBierwerkstatt genannt- verband die Brautradition mit modernen Arbeitswelten und profilierte Uslar als zeitgemäßen Arbeitsort. Das Projekt bildetete dazu den notwendigen Klärungs-und Community-Aufbau-Prozess ab.
Umsetzung des Projektes:
Der Coworking Raum- die ProBierwerkstatt- wurde auf dem Gelände der historischen Brauerei in einer alten Schlosserei mit möglichst geringen Mitteln eingerichtet. Diese rustikale Räumlichkeit mit WOW-Effekt lädt nun zum Coworken als auch für kreative Treffen ein. Die Privatbrauerei Bergbräu stellte als Kooperationspartner für das Projekt die Räumlichkeiten der alten Schlosserei zur Verfügung.
Im Voraus erfolgte eine Bedarfsanalyse durch einen Dienstleister.
Für die Bedarfsanalyse wurden Interviews geführt mit Unter-nehmer*innen, Solo-Selbständige, Ehrenamtlichen, Künstler*innen, Jugendlichen und Angestellten im Bankwesen. So konnte ein Eindruck gewonnen werden, wie das Zusammenleben und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren verläuft und was ihnen für die Zukunft wichtig ist. Die Gespräche dienten auch dazu, Vertrauen in den Prozess aufzubauen und Verständnis für das Projekt herzustellen.
Der Community-Aufbau sollte über regelmäßige, moderierte Arbeitstreffen stattfinden. Dies ist pandemiebedingt leider nur in Teilen und teilweise auch nur online umsetzbar gewesen. Die große Herausforderung des Projektes ist es, Wünsche, Bedürfnisse und Ziele in tatsächliche Arbeitsgruppen mit möglichst gefestigten Strukturen und verlässlichen Akteuren entstehen zu lassen.
Besonders erfolgreich waren trotz der Pandemie die ersten Online-Treffen und das sogenannte Quartiersfest- die große Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt am 11.06.22. Mehrere Hundert Menschen besuchten die Veranstaltung, die ProBierwerkstatt und interssierten sich für aus dem Projekt bereits entwickelte Projektideen zur Belebung der Altstadt.
In Folge des kommunalen Projektes entwickelte sich erfreulicher Weise zentral in der Altstadt nun ein privater (kommerzieller) Coworking Space.
Die Stadt Holzminden ist ein Mittelzentrum mit rund 20.000 Einwohner:innen und Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis in Südniedersachsen. Die Innenstadt ist durch kleinteilige Nutzungsmischung mit Schwerpunkten auf Wohnen und Einzelhandel geprägt. Aktuell verzeichnet die Innenstadt einen Immobilienleerstand sowie ein Imageproblem. Gründe dafür sind neben dem allgemeinen Strukturwandel des Einzelhandels unter anderem geringe Verkaufsflächen, Sanierungsstau, Konkurrenzstandorte sowie maßgeblich auch die durch die Corona-Pandemie bedingten Maßnahmen. Generell herrscht in Holzminden eine geringe Beteiligungskultur gepaart mit fehlenden Begegnungsräumen. Außerdem sind die Koordinierung von Innenstadtaktivitäten sowie die Innovationskultur ausbaufähig.
Das übergeordnete Projektziel stellt die Revitalisierung der Innenstadt durch die geplanten Maßnahmen dar. Zu den Teilzielen zählen u. a. die Leerstandsbeseitigung, Innovationskraft- und Wirtschaftsförderung, Schaffung von Begegnungs- und Kooperationsräumen sowie die Stärkung des Gemeinschaftssinns. Erfolgte Maßnahmen sollen außerdem transparenter für Bürger:innen dargestellt werden.
Im Rahmen des Projekts wurde ein Co-Working-Space als Ort der Begegnung und Koordinierung von Innenstadtaktivitäten in der Holzmindener Innenstadt geschaffen, in dem auch das Innenstadtmanagement ansässig ist. Zur Einbindung der Einwohner:innen in das Projekt wurde eine digitale WerkStadt mit allen interessierten Bürger:innen und Akteuren der Innenstadt durchgeführt. Im Zusammenhang mit der WerkStadt wurde eine Priorisierung der 13 Attraktivitätsfaktoren der Holzmindener Innenstadt festgelegt. Des Weiteren wurde in einem Fotowettbewerb nach dem schönsten Foto von Holzminden gesucht, um das Image der Stadt zu verbessern. Zudem wurde ein Förderprogramm für Existenzgründer:innen geschaffen. Das Förderprogramm beinhaltet einen Miet- und Ladenbauzuschuss und dient der Reduzierung des Ladenleerstands in der Holzmindener Innenstadt. Dem Leerstand soll zukünftig außerdem mithilfe eines digitalen kommunalen Leerstandsmanagements von der immovativ GmbH entgegengewirkt werden. Über die städtische Website und Einbindung der lokalen Presse werden Projektmaßnahmen transparenter nach außen kommuniziert. Weitere Maßnahmen des Projekts sind in Planung und werden fortlaufend umgesetzt.
Das „Grüne Labor“ ist ein Erlebnisort in der Stadtbücherei und bietet im Rahmen eines Netzwerks die Möglichkeit zum Austausch zu den Themen Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Weserbergland.
Die Stadtbücherei soll zukunftsfähig gemacht werden, um sich den gesellschaftlichen und umweltrelevanten Herausforderungen vor Ort stellen zu können und ein Netzwerk für Umweltkultur und -bildung aufzubauen. Mit der Idee des "Grünen Labors" sieht die Bücherei eine Möglichkeit, nachhaltige Themen verstärkt ins Bewusstsein der Menschen in der Region zu rücken und einen Bewusstseinswandel zu fördern.
Mit dem "Grünen Labor" entsteht ein multifunktionaler Raum, der dem Austausch und der Vernetzung unterschiedlicher Nutzungsgruppen und Netzwerkpartner eine Plattform bietet. Mit entsprechenden Veranstaltungsangeboten werden die Themen einer nachhaltigen Entwicklung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Auf einer Fläche von 107 m² in der 2. Etage der Stadtbücherei entsteht das "Grüne Labor" als multifunktionaler Raum, der jedem Besucher der Bücherei offen steht, da sich auch ein Teilbestand an thematisch passenden Büchern im "Grünen Labor" befindet. Der Raum wurde in ansprechenden Farben gestaltet, mit einem Podest versehen, das für Veranstaltungen genutzt werden kann, aber auch die Aufenthaltsqualität mit Blick auf die Weser verbessert. Es entstehen ein Kreativbereich für kleinere Aktionen sowie ein Bereich für den kreativen Austausch und das Netzwerken mit Community-Table. Im "Grünen Labor" werden Möglichkeiten geschaffen, um kleinere Ausstellungen oder Ergebnispräsentationen zu zeigen. Geplant ist eine Veranstaltungstechnik und verbesserte WLAN-Anbindung. Die Erstellung einer Homepage wird die Vernetzung der Partner*Innen vor Ort und in der Region unterstützen.
Mittelzentren wie Lingen stehen vor der Herausforderung, gut ausgebildete Fachkräfte sowie innovative Ideen und Gründungen in der Region zu halten. Insbesondere die jüngere Generation stellt dabei neue Anforderungen an die Arbeitswelt. Hinter der New-Work-Bewegung verbirgt sich der Wunsch nach Flexibilität, Vernetzung und Austausch. Startups, Gründer*innen und Innovationsteams fehlt es oftmals in Mittelzentren an Räumen, die ein kreatives und produktives Arbeitsumfeld schaffen.
Im IT-Zentrum Emsland in Lingen (Ems) werden Räumlichkeiten in Form eines Coworking Spaces neben einen angrenzenden DigiHub errichtet und schaffen somit ein Arbeitsumfeld, in dem Innovationen und Gründungen ihren Platz finden. Ein solcher Coworking Space bietet neben dem Angebot von preiswerten Arbeitsplätzen den Nährboden für einen offenen und kollaborativen Austausch zwischen den Nutzern, gestützt von einem institutionalisierten Netzwerk. Potenzielle Adressaten des Angebots sollen dabei nicht nur Gründer*innen und Startups sein, sondern auch Unternehmen und Netzwerkpartner in einem geführten Austausch, der neue Geschäftsmodelle ermöglicht, basierend auf analogen und digitalen Ansätzen.
Die Schaffung von entsprechender Infrastruktur, Plug'n'Play-Arbeitsplätzen und Beratungsangeboten sind Ziele, die die Stadt Lingen (Ems) mit dieser Einrichtung für die Nutzer bereitstellen möchte. Die unmittelbare Nähe zur Hochschule Osnabrück, zum Technologie- und Gründerzentrum IT-Zentrum Lingen sowie die zentrale Lage mit guter verkehrlicher Anbindung, insbesondere an den ÖPNV, bieten ideale Voraussetzungen, um neue Impulse für die Gründer*innen- und Innovationskultur.
Partner in der Region - für die Region. Seit 2014 ist das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig getreu diesem Leitspruch ein fester Anker für die Region.
Mit der Strukturförderung des ländlichen Raums, der Flurbereinigung, der Raumordnung, der Städtebau- und Sportstättenförderung, der Domänenverwaltung oder der Stiftungsaufsicht setzen wir uns für vielfältige Belange des Amtsbezirks ein.
Dazu gehört insbesondere auch das Förderprogramm "Zukunftsräume Niedersachsen", in dem mit Fördermitteln des Landes die Ankerfunktion von Grund- und Mittelzentren gestärkt wird. Zudem unterstützen wir finanzschwache Kommunen, indem wir EU-Förderprojekte kofinanzieren und so dazu beitragen, dass gute Ideen in Projekten umgesetzt werden können.
Der Amtsbezirk erstreckt sich über mehr als 8.000 km² von der Heide über die Börde, den Harz und den Solling, im Osten entlang der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt und westlich begrenzt durch das Kreisgebiet von Peine
Implementierung des Coworking Spaces „FREIRAUM Winsen“ in Winsen (Luhe). Im alten Fachwerkhaus und angrenzender Kapelle in der St. Georg Straße bietet die Stadt in Kooperation seit April 2022 flexibel nutzbare Arbeitsplätze, feste Büros, Veranstaltungs- und Seminarräume, sowie einen Ort für Kaffee- und Erholungspausen. Damit wird den Ansprüchen moderner und flexibler Arbeitsformen nachgekommen.
Das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB) ist wie der Name schon sagt für die Bundes- und Europaangelegenheiten der niedersächsischen Landesregierung zuständig. Auch die Landesvertretungen in Berlin und Brüssel sind Teil des MB. Darüber hinaus kümmert sich das MB im Flächenland Niedersachsen auch um eine nachhaltige Regionalentwicklung.
Schon seit 2013 betreibt die Landesregierung eine aktive Regionalpolitik, damit die Menschen in allen Regionen Niedersachsens gut und gerne leben können. Seit seiner Gründung 2017 steht das MB für diesen Ansatz. In Braunschweig, Hildesheim, Lüneburg und Oldenburg arbeiten zudem vier Ämter für regionale Landesentwicklung zusammen mit Kommunen sowie weiteren wichtigen Akteurinnen und Akteuren vor Ort an der Stärkung der Regionen. In dieser Zusammenarbeit sind viele Instrumente zur Förderung der Regionalen Entwicklung in Niedersachsen entstanden. Dieser Instrumentenkasten des Regionalministeriums beinhaltet verschiedene, passgenaue und flexibel einsetzbare Programme für Kommunen und Regionen.
Alle Instrumente des Regionalministeriums sind zielgerichtet und flexibel. Projektinhalte und Maßnahmen sollen vor Ort in der Region entwickelt werden. Das bedeutet auch, dass Kreativität ausdrücklich erwünscht ist. Ein Beispiel hierfür sind die Zukunftsräume Niedersachsen, ein Förderprogramm, in dessen Rahmen auch diese Vernetzungsplattform entwickelt wurde. Kleinere und mittlere Zentren in ländlichen Räumen können hier mit Unterstützung des Landes sehr unterschiedliche Zukunftsprojekte umsetzen. Das Spektrum reicht von Mobilitätsstationen über Co-Working-Spaces bis zu kulturellen Veranstaltungsorten in früherem Leerstand.
Neben den Zukunftsräumen hat das MB weitere Instrumente auf den Weg gebracht, um die niedersächsischen Kommunen bedarfsgerecht für die Herausforderungen aufzustellen:
- Sofortprogramm Perspektive Innenstadt!
- Resiliente Innenstädte
- Zukunftsregionen in Niedersachsen
- Soziale Innovation
- Digitale Dörfer
- Regionalen Versorgungszentren
- Kofinanzierungshilfe
Zielsetzung der MB-Programme ist immer eine passgenaue und innovative Förderung, die die Lebensqualität in allen Regionen Niedersachsens sichert und verbessert – und den Charme der Vielfalt erhält.
Weiterführende Informationen zu den Tätigkeitsbereichen des MB finden Sie unter der Internetadresse www.mb.niedersachsen.de.