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Ort: Online / Thallwitz |
Der Ausbau erneuerbarer Energien wird in den kommenden Jahren weiter an Dynamik gewinnen – und mit ihm ein wachsender Markt, in dem sich Wertschöpfung neu verteilt. Für Kommunen besteht aktuell die Chance, daran aktiv teilzuhaben. Zahlreiche Städte und Gemeinden haben diese Gelegenheit bereits genutzt: Durch kluge Verhandlungen und passende Organisationsformen sichern sie sich heute verlässliche Einnahmen und gewinnen damit neue Handlungsspielräume – etwa für soziale Angebote, die Unterstützung des Vereinslebens oder dringend notwendige Investitionen aus eigener Kraft.
Gleichzeitig setzt das Gemeindewirtschaftsrecht klare Grenzen und Voraussetzungen dafür, wann und in welchem Umfang sich Kommunen wirtschaftlich betätigen oder beteiligen dürfen. Gerade für kleine Kommunen im ländlichen Raum mit begrenzter personeller Ausstattung ist es aber häufig eine besondere Herausforderung, solche Projekte überhaupt anzustoßen: Zwischen rechtlicher Zulässigkeit, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und organisatorischer Umsetzbarkeit entsteht ein komplexes Spannungsfeld, das sorgfältige Vorbereitung erfordert.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen deshalb die Vorgaben des Kommunalwirtschaftsrechts und die damit verbundenen Anzeige- und Genehmigungsprozesse gegenüber Rat und Kommunalaufsicht. Es wird praxisnah aufgezeigt, wie Projekte rechtssicher vorbereitet, begründet und umgesetzt werden können – und welche Organisationsformen dabei in Betracht kommen, etwa Eigenbetrieb, kommunale Gesellschaft oder interkommunale Kooperation.
Die Veranstaltung richtet sich wie gewohnt an alle, die kommunale Entwicklung aktiv mitgestalten – insbesondere an Mitarbeitende aus Kommunalverwaltungen und kommunalen Unternehmen, die für Energiewende, Klimaschutz, Bau, Wirtschaft oder strategische Planung verantwortlich sind.
Was erwartet Sie?
- Ein strukturierter Überblick über die kommunalwirtschaftsrechtlichen Vorgaben und die damit zusammenhängenden Genehmigungsprozesse
- Bearbeitung eines fiktiven Sachverhalts zum praktischen Kennenlernen der Genehmigungsprozesse gegenüber der Kommunalaufsicht
- Vertiefende Einblicke in Erfolgsfaktoren und typische Hürden bei der Initiierung und Umsetzung wirtschaftlicher Unternehmungen von Kommunen anhand von konkreten Praxisbeispielen
- Raum für Austausch, Rückfragen und Diskussion mit Kolleginnen und Kollegen sowie Fachexpertinnen und Fachexperten
Lernziele
Nach der Veranstaltung
- kennen Sie die Prozesse, die im Vorfeld einer kommunalen Wirtschaftsbetätigung durchlaufen werden müssen
- haben Sie einen Einblick in die vorzubringenden Unterlagen erhalten
- können rechtliche Spielräume und Grenzen besser einschätzen, um Hürden frühzeitig zu antizipieren und Projekte besser zu navigieren
- haben Sie vertiefende Einblicke in Erfolgsfaktoren und typische Hürden erhalten
Ort: Online |
Thema des aktuellen Stammtisches ist "Bau-Turbo / kommunale Bauwende". Darüber hinaus gibt es aktuelle Informationen zu Themen und Terminen des Netzwerks und Platz für den Austausch untereinander.
Ort: Lüneburg |
Lüneburg ist Schauplatz des bundesweiten LEADER-Treffens 2026. Vom 10. bis 11. Juni 2026 bietet die DVS LEADER-Akteuren erneut die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen auszutauschen.
Ort: Online |
Beteiligung, Mitbestimmung und Mitwirkung sind zentrale Elemente für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie. Immer mehr Menschen wünschen sich eine Beteiligung an zentralen politischen Themen und suchen nach Möglichkeiten, das eigene Lebensumfeld mitzugestalten. In den unterschiedlichsten Settings wird dies erlebbar – sei es im zivilgesellschaftlichen Engagement im Verein, im Betrieb oder in der Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungen. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass Beteiligung kein Selbstläufer ist, einer bewussten Entscheidung, guter Vorbereitung und Begleitung in der Umsetzung bedarf. Das Grundlagenseminar will eine erste Orientierung im Feld der Beteiligung und Mitwirkung geben und zur eigenen Anwendung des Erlernten ermutigen.
Das Seminar bietet einen Überblick über die verschiedensten Facetten und Formen von Beteiligung und zeigt anhand von Beispielen, wie diese in der Praxis angewendet werden. Im Seminar lernen die Teilnehmenden Standards für gute Beteiligung anhand von Qualitätskriterien kennen. Die Möglichkeiten, die in Beteiligungsprozessen liegen, werden ebenso thematisiert wie deren Herausforderungen und Grenzen. Abschließend erstellen die Teilnehmenden am Beispiel eigener Engagement- und Tätigkeitsbereiche ein Beteiligungskonzept. Das Seminar nimmt vor allem lokale und regionale Kontexte in den Blick, da Beteiligungsprozesse hier ihre Wirkung besonders lebendig entfalten.
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen, Verwaltung, Politik, sowie Unternehmen, die Interesse an Beteiligung haben und erste Grundlagen kennenlernen und einüben möchten.
Ort: Online |
Trotz Bevölkerungsrückgang verzeichnet die Werra-Wartburgregion eine Nachfrage nach Bauland und Immobilien. Der daraus resultierende Neubedarf an Wohnraum steht jedoch häufig nicht im Einklang mit der bestehenden ländlich geprägten Siedlungsstruktur. Gleichzeitig können langfristige Leerstände, Baulücken und Brachen in den Ortskernen trotz Nachfrage oft nicht aktiviert werden. Ein zunehmender Personalmangel in den kommunalen Verwaltungen erschwert zusätzlich die Umsetzung von Aufgaben der Siedlungsentwicklung. Insbesondere informelle Planungsprozesse, regionale Abstimmungen und eine aktive Innenentwicklung können vielerorts nicht ausreichend wahrgenommen werden.
Als regionale Lösung wird derzeit die Gründung einer interkommunalen Genossenschaft für Innenentwicklung umgesetzt, die im Laufe dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll. Die inhaltliche Konzeptionierung wurde im Rahmen eines Modellvorhabens der Raumordnung (MORO) seit 2023 vorbereitet.
Durch die Genossenschaft sollen Aufgaben gebündelt werden, die die kommunalen Bauverwaltungen regelmäßig nicht oder nur eingeschränkt leisten können. Dazu zählen unter anderem die Pflege einer regionalen Flächendatenbank, die Eigentümeransprache, Beratungsangebote zu Erbengemeinschaften, Denkmalschutz, Fördermöglichkeiten und Sanierung sowie die Vermarktung von Immobilien über eine regionale Plattform. Ergänzend wird der Ankauf, die Entwicklung und der Verkauf von leerstehenden Immobilien über einen regionalen Siedlungsfonds vorbereitet.
Im Web-Talk werden unter anderem folgende Aspekte beleuchtet:
- Ausgangslage und Herausforderungen der Innenentwicklung in der Werra-Wartburgregion
- Aufbau, Aufgaben und Organisation der interkommunalen Genossenschaft
- Instrumente der Innenentwicklung
- Revolvierender Siedlungsfonds und Zwischenerwerb von Immobilien
Ort: Online |
»Es kommen doch immer nur die gleichen.« Wer mit Menschen über Beteiligungsprozesse spricht, hört diesen Satz des Öfteren. Es hat den Anschein, dass Angebote zur Beteiligung und Mitwirkung häufig nur bestimmten Bevölkerungsgruppen zugänglich und vorbehalten sind: Den Gebildeten, den Lauten, denjenigen, die über die notwendige Zeit verfügen. Diese vielfach engagierten Akteure sind ohne Frage wichtig für die Demokratie und gesellschaftliche Entwicklung; allein, ihr Beitrag ist nicht ausreichend.
Beteiligungs- und Mitwirkungsprozesse sind auf die Teilhabe aller relevanten Akteure angewiesen, um ihrem Anspruch nach demokratischer Legitimität gerecht zu werden. Doch wie kann das gelingen? Wie schaffen wir es, Menschen in Beteiligungsprozesse einzubeziehen, die wir über die gängigen Kommunikationskanäle und mit den »üblichen« Angeboten nicht gewinnen können? Wie erreichen wir Menschen, denen Beteiligung vielleicht nicht »nahe liegt« und die unter Bedingungen leben, die politische Teilhabe erschweren? Welche Methoden können sinnvoll eingesetzt werden? Und wie sollten Prozesse entsprechend gestaltet werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Die Teilnehmer/innen diskutieren und erarbeiten gemeinsam Strategien, wie Menschen erreicht werden können, die üblicherweise für Beteiligungs- und Mitwirkungsangebote »schwer erreichbar« sind.
Das Online-Seminar richtet sich an Gestalter/innen von Beteiligungs-, Mitwirkungs- und Kooperationsprozessen.
Ort: Online |
Das Berlin Institut für Partizipation evaluiert seit seiner Gründung Strukturen, Formate und Prozesse der Bürgerbeteiligung. Es hat dazu ein standardisiertes Verfahren entwickelt, das für Kommunen jeder Größe skalierbar ist und auf 84 wissenschaftlich fundierten Indikatoren basiert. Die Evaluation ist mit einem geringen Aufwand umsetzbar und bietet die ideale Grundlage für ein dauerhaftes Qualitätsmanagementsystem. So werden Verbesserungspotentiale erkannt. Konkrete Maßnahmen können ressourceneffizient umgesetzt werden. Das Institut stellt dieses Evaluationsverfahren vor und bieten einen Einblick in Indikatoren und Prozesse.
Ort: Online |
Wie kann ich den Kompass Nachhaltigkeit nutzen, um Ausschreibungen mit sozialen und ökologischen Kriterien erfolgreich durchzuführen?
Unser Online-Seminar zeigt, welche Möglichkeiten die Webplattform bietet. Anhand von Übungsaufgaben können Fragestellungen direkt ausprobiert werden.
Ort: Online |
Das Seminar richtet sich an Kommunen, die einen Antrag auf die Förderung einer Personalstelle im Programm „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ stellen möchten. Die Veranstaltung ist für Erstprojekte als auch Folgeprojekte relevant. Im Seminar gehen wir auf die grundlegenden Rahmenbedingungen sowie auf die inhaltliche Gestaltung der Projekte ein und bieten einen Raum für individuelle Fragen.
Themen der Veranstaltung
- Überblick über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)
- Förderbedingungen und Fördersegmente
- Grundlagen der Förderprojektsoftware (FöPro)
- Ausgewählte Punkte des Antrags
- Projektplanung im Ziel- und Aktivitätenkatalog
- Raum für Fragen
Ort: Online |
Dieses Online-Seminar befasst sich mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 (1) BauGB:
»Die Öffentlichkeit ist möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung eines Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten; ihr ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben. Auch Kinder und Jugendliche sind Teil der Öffentlichkeit im Sinne des Satzes 1.« (§ 3 (1) BauGB)
Wir setzen uns gemeinsam mit den gesetzlichen Vorgaben auseinander: Was bedeutet förmlich, frühzeitig, verständlich, vollständig, unterrichten, erörtern? Wie können diese Begrifflichkeiten ausgelegt werden und was bedeutet dies konkret für die Gestaltung und Umsetzung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung?
Die Ergebnisse dürften überraschen, denn es zeigt sich, dass Kommunen bislang ihre Gestaltungsmöglichkeiten kaum ausschöpfen. Daher nutzen wir Referenzbeispiele der Referentinnen sowie einen Erfahrungsaustausch in kollegialer Beratung, um neue Wege der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung aufzuzeigen. Das Spektrum umfasst Beispiele zum Vorbereiten möglichst konfliktfreier Verfahren, zeigt auf, wie ins Stocken geratene Prozesse wieder aufgenommen werden können und wie sich die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung auch digital gestalten lässt.
Ziel ist es, dass Sie mit neuen Ideen zur zielgerichteten und abwechslungsreichen Gestaltung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung motiviert in den Arbeitsalltag zurückkehren.
Ort: Berlin |
Wie können Städte und Gemeinden die Transformation zur Klimaneutralität finanzieren? Am 26. März 2026 findet in Berlin die Konferenz „Kommunales Infrastruktur-Management“ (KIM) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die finanziellen, rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen für die Transformation kommunaler Infrastrukturen hin zur Klimaneutralität. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund wird sich insbesondere in die Diskussion zu Kapitalbedarfen und Kapitalbereitstellung für kommunale Unternehmen einbringen.
Vor dem Hintergrund eines erheblichen Sanierungsstaus in zentralen Infrastrukturbereichen sowie wachsender Anforderungen an die Resilienz der kommunalen Daseinsvorsorge werden insbesondere Fragen des Finanzierungs- und Kapitalbedarfs kommunaler Unternehmen und auf kommunaler Ebene tätiger privater Unternehmen diskutiert. Thematisiert werden unter anderem die mögliche Rolle des Deutschlandfonds, die durch die Kommunalordnungen der Länder gesetzten Möglichkeiten und Restriktionen der Kapitalaufnahme, die Bedeutung des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) sowie weitergehende Reformoptionen, etwa im Bereich der Haushalts- und Schuldenregeln.
Veranstaltet wird die Konferenz von der Bauhaus-Universität Weimar, der Ruhr-Universität Bochum und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin). An der Diskussion beteiligt sich auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund, vertreten durch den Beigeordneten Timm Fuchs. Kooperationspartner und Sponsor der Veranstaltung ist der Bundesverband Öffentliche Dienstleistungen (bvöd).
Die Konferenz richtet sich an kommunale Praktikerinnen und Praktiker aus Verwaltung, Politik und kommunalen Unternehmen sowie an Wissenschaft und Verbände. Die Teilnahme ist kostenfrei; eine Anmeldung ist bis spätestens 13. März 2026 erforderlich (begrenzte Plätze).
Ort: Online |
Kommunale Wirtschaftsförderungen stehen vor der Aufgabe, trotz knapper Kassen Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern. Ein Online-Seminar am 18.03.2026 zeigt anhand verschiedener Praxisbeispiele, wie Städte, Kreise und Gemeinden und deren Wirtschaftsförderungen mit neuen Organisationsformen, Förderinstrumenten und digitalen Werkzeugen auch unter Haushaltsdruck erfolgreich agieren können. Das 11. Seminar des abbr title="Deutscher Städte- und Gemeindebund""DStGB und ExperConsult wird 2026 zum Thema "Handlungsfähig trotz Budgetdruck: Die neue Effizienz der Wirtschaftsförderung" online über Zoom durchgeführt.
Hohe Erwartungen aus Politik und Wirtschaft treffen vielerorts auf begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen. Gleichzeitig geraten Wirtschaftsförderungen in Haushaltskonsolidierungsphasen unter Spardruck. Vorgestellt in dem Online-Seminar werden Ansätze wie interkommunale Zusammenarbeit, der gezielte Einsatz von Fördermitteln (u. a. GRW) sowie digitale Lösungen, mit denen knappe Ressourcen wirksamer eingesetzt werden können.
Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wirtschaftsförderungen und Politik berichten über erfolgreiche Modelle auch für kleinere und mittlere Kommunen.
Das ganztägige Online-Seminar richtet sich an kommunale Wirtschaftsförderungen, Verwaltungsleitungen und Entscheidungsträger. Neben Fachvorträgen bietet es Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. Veranstaltet wird das Seminar vom Deutschen Städte- und Gemeindebund in Kooperation mit ExperConsult.
Ort: Online |
Mit der Frage, wie Städte so gestaltet werden, dass sie den Bedürfnissen aller Menschen gerecht werden, beschäftigt sich die geschlechtergerechte und diversitätssensible Stadtplanung. Sie zielt darauf ab, vielfältige Lebensrealitäten und Bedürfnisse sichtbar zu machen und in die Planung einzubeziehen – um Städte „lebenswert“ zu gestalten.
Im Fokus steht dabei die gerechte Verteilung von Raum, Ressourcen und Teilhabechancen. Unterschiedliche Perspektiven zeigen sich in der Nutzung und Aneignung öffentlicher Räume, in Ansprüchen an Wohnen und Arbeiten, im Mobilitätsverhalten, Sicherheitsempfinden oder in den Anforderungen aus der Care-Arbeit. Zugleich wird deutlich, dass Geschlecht nur eine von vielen Dimensionen sozialer Ungleichheit ist und Stadtplanung die Lebenssituationen aller Einwohner:innen berücksichtigen muss.
Das Seminar lädt dazu ein, Stadtentwicklung aus dieser erweiterten Perspektive kennenzulernen und zu diskutieren. Aufbauend auf den Leitlinien für eine gendergerechte Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) werden Ziele, Herausforderungen und Praxisbeispiele vorgestellt. Gemeinsam wird diskutiert, wie Sorgearbeit, soziale Teilhabe, Inklusion und Sicherheit stärker in Planungsprozesse einfließen können – von der Gestaltung öffentlicher Räume über Mobilität bis hin zu Wohnen und Daseinsvorsorge.
Ort: Flegessen |
Menschen im ländlichen Raum spüren immer häufiger, dass die langfristige Lebendigkeit ihrer Dörfer gefährdet ist. Vor Ort schließen Läden und Kneipen, schwindet die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Und während immer mehr soziale Begegnungsorte und kulturelle Angebote verloren gehen, wird der Leerstand in den Ortskernen immer größer.
Gleichzeitig wird greifbarer, dass sich auch im Großen etwas zusammenbraut: Klimakrise, Artensterben und die Übernutzung natürlicher Ressourcen bedrohen langfristig die Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer. Diese Entwicklungen greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig. Frust und Resignation können die Folge sein und selbst engagierte Menschen entmutigen.
Wie kann es gelingen, aus dieser Ausgangslage Kraft für eine positive Veränderung zu erzeugen, die zum einen die Bedürfnisse der Menschen vor Ort und zum anderen den sozial-ökologischen Wandel auf globaler Ebene adressiert?
Die Akademie des Wandels
In den niedersächsischen Orten Flegessen, Hasperde und Klein Süntel ist genau das gelungen: Als die Schließung der Grundschule drohte, haben die Menschen damit begonnen, die Gestaltung ihrer “Dörfergemeinschaft” in die eigene Hand zu nehmen. In den vergangenen 13 Jahren haben sie mehrere überregional ausgezeichnete Projekte initiiert, die das soziale Miteinander stärken, die Daseinsvorsorge in den Orten sichern und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.
Und weil sich auch Flegessen, Hasperde und Klein Süntel noch lange nicht am Ende ihres Entwicklungsprozesses sehen, sind die Bürgerinnen und Bürger in dem Forschungsprojekt "Zukunftsfähiges Dorf 2035" mit der Hochschule Hannover zuletzt der Frage nachgegangen, wie ein wirklich zu 100 Prozent zukunftsfähiges Dorf aussieht – und haben einen entsprechenden Orientierungsrahmen für zukunftsfähige Dorfgestaltung daraus entwickelt.
Ihre Lernerfahrungen aus diesen Prozessen und Entwicklungen gibt die “Dörfergemeinschaft” seit 2020 über die eigens dafür gegründete Bildungs- und Beratungsstätte Akademie des Wandels weiter.
Das erwartet Sie
Mit dem zweitägigen Seminar wollen wir den beispielhaften Weg der “Dörfergemeinschaft”, die Erfolgsfaktoren sowie die dort erprobten Instrumente dieses Wandels kennenlernen. Dabei beschäftigen wir uns mit
- Methoden zum Erträumen, Planen, Umsetzen und Feiern von Projekten, die lokale Bedürfnisse und globale Herausforderungen gemeinsam angehen.
- Grundlagen des Prozessmanagements für langfristige, erfolgreiche Engagement-Strukturen.
- bewusste Gestaltung einer Kultur des “Gemeinsam Zukunft Anpackens“, die Begegnungsräume für ein herzlich-konstruktives Miteinander schafft und auch Menschen zur Mitgestaltung motiviert, die sich sonst selten engagieren.
Außerdem wollen wir insbesondere die Möglichkeiten von LEADER diskutieren, Dörfer sowie “Dörfergemeinschaften” in ihren Wandelprozessen zu unterstützen. Daher möchten wir gerne mit Tandems arbeiten und laden LEADER-Regionalmanagements sowie Aktive aus der Dorfentwicklung dazu ein, sich gemeinsam anzumelden.
Ort: Online |
Lokale Aktionsgruppen (LAGs) arbeiten innerhalb einer LEADER-Förderperiode auf Grundlage einer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES). In ihr sind sowohl Ziele für die Projekte und Handlungsfelder als auch für die Strategie- und Prozessebene definiert.
Die LAGs sind in der Regel verpflichtet, selbst zu evaluieren, inwiefern sie ihre Ziele erreicht haben. Dabei müssen sie ihre Prozesse und Strategien sowie die Arbeit des Regionalmanagements in den Blick nehmen. Die LAG wählt die zu bearbeitenden Fragestellungen, die Methoden, Formate und Abläufe grundsätzlich selbst aus und entscheidet über die Verwendung der Ergebnisse.
In den geplanten Veranstaltungen werden die Methoden aus dem DVS-Leitfaden “Selbstevaluierung in der Regionalentwicklung” berücksichtigt, da dieser für viele Regionen als Grundlage bei der Konzepterstellung diente.
Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich vornehmlich an Regionalmanagements und Mitglieder Lokaler Aktionsgruppen. Dies gilt insbesondere für den Präsenzworkshop.
Ort: Berlin |
Kommunale Strategien zum Umgang mit Desinformation, Hass und Hetze - Herausforderungen, Ansätze, Erfahrungen
Trotz gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmend populistisch aufgeladenen öffentlichen Diskursen gelten die Kommunen noch immer als die Ebene der pragmatischen Sachpolitik und Orte der Demokratie – geprägt durch die unmittelbare Nähe zur Bevölkerung und den direkten Bezug zu lokalen Themen und Bedarfen. Wachsende populistische Bewegungen und ihre Kommunikationsformen entziehen dem Austausch von Argumenten zunehmend die gemeinsame Grundlage und erschweren damit die Arbeit von Verwaltung und Politik.
Hinzu kommen Hass und Hetze gegen kommunale Amts- und Mandatsträger:innen, die in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben. Vor allem im digitalen Raum und im Kontext emotional aufgeladener Themen kommt es zu Shitstorms, digitaler Einschüchterung und Desinformationskampagnen. Diese Entwicklung stellt nicht nur eine Gefahr für die lokale Demokratie dar, sondern konfrontiert auch die Verwaltung mit neuen Herausforderungen – sei es zum Schutz ihrer Mitarbeiter:innen oder bei Beteiligungsprozessen.
In dem Seminar wollen wir diese Entwicklung, aufbauend auf aktuellen Studien und Forschungsergebnissen und konkreten Erfahrungen aus den Kommunen, reflektieren und Lösungsansätze diskutieren. Dabei wollen wir u.a. folgende Fragen vertiefen:
- Was bedeuten Populismus, Hass und Hetze für die konkrete Arbeit in Rat und Verwaltung?
- Wie wirkt sich dies u.a. auf kommunale Beteiligungsprozesse aus?
- Wie geht Kommunalpolitik mit dem wachsenden Populismus um und wie können Amts- und Mandatsträger:innen (besser) geschützt werden?
- Welche Lösungsansätze haben Kommunen bisher entwickelt?
Ort: online / Berlin
Nirgendwo erleben wir Politik so alltagsnah wie bei uns vor Ort. Wir Grüne im Bundestag arbeiten daran, dass Politik unseren Alltag endlich wieder besser macht: statt ausgefallener Busse endlich mehr Buslinien, statt geschlossener Schwimmbäder endlich längere Öffnungszeiten oder statt grauer Betonplätze neue grüne Ortskerne. Gute Politik muss vor Ort ankommen – das ist unser Anspruch als Bundestagsfraktion.
So schaffen wir es auch, die Menschen mitzunehmen, die frustriert sind über wegfallende Daseinsvorsorge vor Ort oder zu schlechte Bedingungen für das eigene Engagement. Besonders in strukturschwachen Regionen gilt es deshalb, Menschen mitzunehmen und Miteinander und Vielfalt entscheidend zu fördern.
Hierzu veranstaltet die grüne Bundestagsfraktion den Kommunalkongress. Wir wollen Kräfte und Ideen sammeln, um Alternativen zur ambitionslosen Politik der Bundesregierung zu finden. Wir wollen Strategien besprechen und diejenigen bestärken, die Zusammenhalt vor Ort fördern. Und wir wollen zeigen, dass ein gutes Miteinander auch vor Ort stärker ist als Hass und Ausgrenzung.
Auf dem Kongress werden wir hierfür ein breites Angebot an Möglichkeiten und Methoden präsentieren. Mit vielen thematischen Workshops, großem Bühnenprogramm und einem Markt der Möglichkeiten laden wir zum Austausch ein.
Die Veranstaltung findet hybrid auch als Videokonferenz statt. Die Moderation informiert Sie während der Veranstaltung, in welcher Form Sie Fragen stellen und sich beteiligen können.
Ort: Berlin / bundesweit |
Die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration (IKI) – ein einzigartig breites Bündnis von Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften, Medien, Sozialpartner, von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden – rufen erstmalig zum bundesweiten Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt am 21. Mai 2026 auf.
Im Umfeld des UNESCO-Welttags der kulturellen Vielfalt am 21. Mai 2026 sollen möglichst zahlreiche Aktionen von unterschiedlichen Organisationen, Bündnissen oder auch Einzelpersonen durchgeführt und so vielfältige Zeichen für den Zusammenhalt in unserer freien und vielfältigen Gesellschaft gesetzt werden.
Ort: Online / Kaiserslautern
Städtebauliche Herausforderungen wie Klimawandel, Migration oder Ressourcenknappheit machen nicht an Landesgrenzen halt - sie erfordern vernetztes Denken über Grenzen hinweg. Daher ist es wichtig, internationale Perspektiven einzunehmen, aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen und diese Erkenntnisse auf eigene Planungsprozesse zu übertragen. Internationalität ist somit zentral für das Berufsbild der Stadtplanung. Jochen Gauly berichtet aus seinen Projekten für die GIZ weltweit, u.a. für die Ukraine. Joachim Schares stellt aktuelle städtebauliche Projekte vor, vor allem aus dem arabischen Raum. Silke Weidner ergänzt mit ihrer Expertise über die Neue Leipzig-Charta als Leitbild für die EU-weite Stadtentwicklung. Anna Kuzyshyn und Poliksen Qorri-Dragaj präsentieren internationale Projekte, in denen die urbane Resilienz in der Planung gestärkt wird. Im Anschluss wird diskutiert, welche Folgerungen für die Lehre und das Berufsbild gezogen werden können.
Ort: Online |
Am 12.02.2026 steht die Antragstellung für den Förderschwerpunkt klimafreundliche Abfallbewirtschaftung im Fokus. Die Online-Sprechstunden richten sich vor allem an Einsteiger und Einsteigerinnen, die erstmalig einen Antrag auf Förderung über die Kommunalrichtlinie stellen oder ihr Wissen auffrischen möchten.
Das erwartet Sie
- Förderinfos: Kurzer Überblick zum Förderschwerpunkt klimafreundliche Abfallbewirtschaftung
- Formulare: Vorstellung der Berechnungsformulare und der Vorhabenbeschreibung
- Fragerunde und Praxistipps: Zwei Fragerunden, in denen Sie offene Punkte klären und sich Praxistipps von den Experten und Expertinnen holen können.